Das Phänomen!
Der Kopf entscheidet– wie oft haben wir diese Aussage im Leistungssport schon gehört! Oftmals entscheidet nicht mehr die motorische Leistungsfähigkeit, sondern die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten. Emotionen können als Gefühle erlebt werden (Angst spüren), als physiologische Reaktionen (schwitzen) erfahren und als Verhalten ausgeführt werden (ich fliehe aus der Situation). Kognitive Fähigkeiten umfassen die Prozesse der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, des Problemlösens usw. Wenn die Leistung im Sport stimmen soll, dann müssen neben den motorischen und taktischen Leistungen auch die kognitiven und emotionalen Leistungen beachtet werden. So ist es z.B. für einen Fußballspieler wichtig, die Positionen seiner Mit- und Gegenspieler richtig einschätzen zu können, er müsste demnach gute räumliche Fähigkeiten besitzen. Für Athleten, die sich in eins-zu-eins Situationen messen, etwa Boxer, Fechter oder auch Tennisspieler gilt es, sich durch eine vermeintliche Überlegenheit des Gegenübers und die daraus resultierenden Gedanken nicht von der eigenen Leistungsfähigkeit ablenken zu lassen.

Wissenschaft!
Wissenschaftlich konnte z.B. gezeigt werden, dass Leistungssportler eine bessere Aufmerksamkeitsfähigkeit besitzen. Weiterhin besteht ein Zusammenhang zwischen den sogenannten exekutiven Funktionen, die auch das Arbeitsgedächtnis umfassen, und der Fitness- und Ausdauerleistung, ebenso ein Zusammenhang zwischen koordinativen Bewegungen und räumlichen Fähigkeiten (Jansen & Richter, 2016). Verschiedene theoretische Annahmen erklären den Zusammenhang zwischen Angst und einer mögliche Leistungsminderung im Sport, so z.B. die Katastrophentheorie, die Attributionstheorie, die Theorie der Individuellen Zone der optimalen Funktion usw. Je nach theoretischer Auffassung spielt die Angst im individuellen Leistungsprozess eine unterschiedliche Rolle.

Literaturempfehlung:

Jansen, P. & Richter, S. (2016). Macht Bewegung wirklich schlau? Bern: Hogrefe.
Jansen, P., Seidl, F. & Richter, S. (2018). Achtsamkeit im Sport. Heidelberg: Springer.


Unser Angebot!

Individuell
Wir erarbeiten mit Ihnen, welche Ihrer kognitiven und emotionalen Fähigkeiten besonders geschult werden sollten. Allein für die Schulung der kognitiven Fähigkeiten im Sport gibt es zahlreiche kognitive Trainingsprogramme, wie z.B. ein Entscheidungstraining oder das Mentale Training. Aber auch das Training des Arbeitsgedächtnisses kann eine Rolle spielen. Unter emotionalen Trainingsverfahren kann man z.B. Stressregulationsverfahren oder auch Trainings zur Wiederherstellung der energetischen Ressourcen verstehen. Ziel ist es, das für Sie optimal zugeschnittene Training herauszufinden und zu vermitteln.

Kurs
In unserem Kurs “der Kopf entscheidet” erwerben Sie das Wissen zum kognitiven und emotionalen Training, welches die theoretischen Erklärungsmodelle umfasst und die Vermittlung geeigneter Interventionsstrategien. Sie werden zunächst die Gelegenheit haben, vieles kennen- und üben zu lernen wie z.B. Ihr Arbeitsgedächtnis zu trainieren oder sich mit den Techniken der Entspannung vertraut zu machen. Schließlich erlangen Sie bzw. Ihre Athleten die Fähigkeit, passende Trainingsstrategien auszuwählen, um die eigenen Ziele besser zu erreichen.