Das Phänomen!
Emotionen werden auf der sogenannten ersten Personenebene als Gefühle erlebt werden, und auf der dritten Personenebene entweder physiologisch oder auf der Verhaltensebene wahrgenommen (Jäncke, 2013). Sie spielen im ganzen Leben und ganz besonders auch im Sport eine große Rolle. Wie oft erlebt man es als Sportler, dass etwa eine grundsätzliche Ängstlichkeit die Überzeugung in die eigene Leistungsfähigkeit verschleiert oder die Wut über eine „Unfähigkeit“ des Mitspielers den Blick für die Kompetenzen des Teamkollegen verstellt. Und wie schnell führt dies zu einem Verhalten, welches leistungsmindernd ist – so wird z.B. gerade dieser Teamkollege vielleicht nicht mehr angespielt!

Wissenschaft!
Bei der sportlichen Leistung spielen Emotionen eine große Rolle. Oft erlebt ein Athlet Angst vor einem oder in einem Wettkampf. Generell kann man zwischen einer kognitiven (angstvolle Gedanken) und somatischen Angst (Angst, die sich im Körper zeigt) differenzieren. Angst kann zudem eher momentan auftreten (state) oder als eine Art Persönlichkeitseigenschaft (trait) (Weinberg & Gould, 2015). Die Frage, inwieweit Angst die sportliche Leistung beeinflussen kann, hat viel Aufmerksamkeit in der sportpsychologischen Forschung erhalten, und in zahlreichen unterschiedlichen Theorien wird versucht, einen möglichen Zusammenhang zu erklären. Eine umfassende Theorie ist die Theorie der individuellen Zone der optimalen Funktion (Theory of Individual Zone of Optimal Functioning, IZOF). Es wird davon ausgegangen, dass die sportliche Leistung von der individuellen Ausprägung der Angst abhängig ist; so hat jeder Sportler einen eigenen Angstlevel (individuelle Zone), bei welchem er oder sie die optimale Leistung erzielt (Hänsel, Baumgärtner, Kornmann und Ennigkeit, 2016) fassen die Befunde zum Zusammenhang von Angst und sportlicher Leistung zusammen, indem sie betonen, dass der Zusammenhang bei Frauen und Athleten/innen mit einem geringeren Leistungsniveau größer ist als bei Männern und Sportlern/Sportlerinnen mit einem höheren Leistungsniveau und bei Mannschaftssportarten höher als bei Individualsportarten.

Literatur:
Hänsel, F., Baumgärtner, S., Kornmann, J. M., & Ennigkeit, F. (2016). Sportpsychologie: Heidelberg: Springer.
Jäncke, L. (2013). Lehrbuch kognitive Neurowissenschaften. Bern: Huber.
Weinberg, R. S. & Gould, D. (2014). Foundations of Sport and Exercise Psychology, 6th edition. Champaign: Human Kinetics.


Unser Angebot!

Individuell
Unser individuelles Angebot richtet sich an Athleten unterschiedlicher Altersstufen sowie an Eltern und Trainer. Mit den jeweiligen Athleten sollen die Emotionen herausgearbeitet werden, die für das Individuum im Sport von großer Bedeutung sind. Eltern und Trainern wird vermittelt, wie das Ausleben der eigenen Emotionen auf unterschiedlicher Art und Weise (verbal, Körperhaltung, etc.), wiederum die Emotionen der Athleten beeinflussen können. Insbesondere zeigen wir die Bedeutung der positiven Emotionen auf und vermitteln einfache wie praktische Übungen zum Aufbau positiver Emotionen.

Kurs
In unserem Kurs „Emotionen meistern“ geht es zunächst um die Vermittlung der Bedeutung von Emotionen und der Auswirkungen, die sie auf physiologischer Ebene und auf das Verhalten haben. Wir wählen das für Ihre Zielgruppe optimale Trainingsprogramm und schulen Sie bzw. Ihre Athleten darin, schwierige Emotionen zu meistern und positive Emotionen zu stärken, um auch in Wettkampfsituationen einen klaren Kopf zu behalten.